Die Zukunft globaler KI-Governance aus Tübingen mitgestalten
Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz schreitet rasant voran – und der Bedarf an unabhängiger, internationaler Aufsicht war noch nie so groß. Bernhard Schölkopf, Scientific Director des ELLIS Institute Tübingen und einer der weltweit prägenden Köpfe im Bereich Machine Learning, wurde in das neu gegründete International AI Scientific Panel der Vereinten Nationen berufen. In dieser Rolle vertritt er Deutschland und trägt zum globalen Dialog über KI-Governance bei.
Bernhard, Mitgründer des Max Planck Institute for Intelligent Systems und des ELLIS-Netzwerks, bringt seine international anerkannte Expertise in das 40-köpfige Expert:innengremium ein, das aus mehr als 2.600 Bewerber:innen ausgewählt wurde. Seine grundlegenden Arbeiten zur Strukturerkennung in großen Datensätzen haben die weltweite KI-Forschung maßgeblich geprägt.
Das Panel ist weltweit einzigartig: Es handelt sich um ein internationales Gremium, das evidenzbasierte und unabhängige Einschätzungen zu Chancen und Risiken von KI liefern soll. Damit stellt es einen wichtigen Schritt für die grenzüberschreitende Regulierung und Governance von KI dar – mit einem Fokus auf wissenschaftlicher Erkenntnis statt nationaler Interessen.
Darüber hinaus soll das Panel als eine Art „Frühwarnsystem“ und „Evidenzmotor“ fungieren und sicherstellen, dass globale Entscheidungen zur KI-Governance auf wissenschaftlichen Fakten und nicht auf Befürchtungen basieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie KI-Sicherheit, Open-Source-Modelle sowie ethische Fragestellungen rund um Transparenz, Verantwortlichkeit und den Schutz von Menschenrechten.
Wie UN-Generalsekretär António Guterres betonte, liefert das Panel ein bislang fehlendes Element: „rigorose, unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse, die es allen Mitgliedstaaten – unabhängig von ihren technologischen Möglichkeiten – ermöglichen, auf Augenhöhe mitzuwirken.“
Zum Mandat des Panels gehört die Veröffentlichung jährlicher Berichte, die wissenschaftliche Erkenntnisse zu Chancen, Risiken und Auswirkungen von KI zusammenfassen, sowie thematische Briefings zu priorisierten Fragestellungen. Die Ergebnisse sollen den Global Dialogue on AI Governance der Vereinten Nationen unterstützen. Der erste Jahresbericht soll im Juli 2026 in Genf beim Global Dialogue on AI Governance vorgestellt werden.
Bernhards Berufung ist eine bedeutende Anerkennung der tiefen KI-Expertise innerhalb des ELLIS-Ökosystems und rückt Forschung aus Tübingen und dem ELLIS Institute in den Mittelpunkt der Gestaltung einer verantwortungsvollen globalen KI-Zukunft.
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